Bericht über unsere Generalversammlung 2018

Seeg, 26.06.2018

Raiffeisenbank präsentiert ihre gute Bilanz

Zinsen bleiben niedrig

Andreas Wörz wird neu in den Aufsichtsrat gewählt

Halblech. Unter dem Titel „kompetent und fair – Ihr Partner vor Ort“ präsentierten die Vorstände Peter Huber und Georg Hummel den Mitgliedern der Raiffeisenbank Südliches Ostallgäu eG die gute Bilanz des Jahres 2017. In diesem Zusammenhang erläuterte Vorstandsvorsitzender Huber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Auswirkungen des Niedrigzinses. Er kritisierte das zu bürokratische Auflagen- und Kontrollnetz in Deutschland und Europa, das den 74 Mitarbeitern das Leben schwer macht. Auch die zunehmende Digitalisierung der Bankgeschäfte bringt Veränderung und Schnelllebigkeit für die Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter.

In den nächsten Jahren wird - vor allem aufgrund des niedrigen Zinsniveaus - das Betriebsergebnis der Bank stark sinken, aber noch immer auf einem ausreichenden Niveau verbleiben.

Huber sprach über die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2017 und die aktuelle Lage am Finanzmarkt:

Das Bruttoinlandsprodukt legte um 2,2% im Vergleich zum Vorjahr zu. Die Arbeitslosenquote sank weiter um 0,4 auf 5,7%. Der Finanzüberschuss des öffentlichen Gesamthaushaltes fiel mit 1,1 % so stark aus wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Dies resultierte aus dem guten Wirtschaftswachstum im vergangen Jahr. Die Leitzinsen blieben auf historisch niedrigem Niveau.

Die Europäische Zentralbank avisiert ein Ende der Anleihekäufe, aber eine deutliche Zinserhöhung wird bis weit ins Jahr 2019 hinein, nicht kommen. Als Fazit für die Kreditnehmer kann festgehalten werden, dass trotz des anhaltenden günstigen Zinsniveaus auf sinnvolle Investitionen geachtet werden sollte, da sich die Preise für Immobilien und viele andere Investitionen deutlich verteuert haben. Für die Anleger entsteht derzeit häufig ein Kaufkraftverlust. Hier empfiehlt Huber eine Streuung der Anlageformen, wobei die Risikoneigung und der Anlagehorizont entscheidend sind.

Auch aktuelle Themen wie die neue Regierung in Italien, der Zollstreit mit den USA und die Unstimmigkeiten zwischen der CSU und der CDU beschäftigen die Raiffeisenbank.

Die Pläne der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu, mit der Augusta-Bank zu fusionieren, haben mit der Raiffeisenbank grundsätzlich nichts zu tun. „Wir möchten weiterhin eigenständig bleiben,“ betonte Huber.

Laut Vorstand Hummel erhöhte sich die Bilanzsumme um 7,1% auf 321 Millionen Euro (im Vorjahr: 300 Millionen Euro).  Der Hauptgrund für diese positive Entwicklung war die überdurchschnittliche Steigerung der bilanziellen Kundeneinlagen.

Insgesamt wurden 32,4 Millionen neue Kredite, vor allem an Gewerbetreibende, Häuslebauer, Handwerker und Landwirte ausgereicht.

Der Aufwand für Personal, Sachleistungen und Abschreibungen der Raiffeisenbank lag bei 4,9 Millionen Euro und ist damit immer noch unter dem Durchschnitt der bayrischen Genossenschaftsbanken.

Das Eigenkapital erhöhte sich auf 39,5 Millionen Euro. Damit ist die Vermögenslage weiter überdurchschnittlich gut.

Auch die fünf Raiffeisenmärkte entwickelten sich positiv. Aufgrund der Umsatz- und Gewinnsteigerung im Jahr 2017 konnte das Personal verstärkt werden.

Die Alpen und Gemeinschaftsweiden haben insgesamt mit einem Plus abgeschlossen. Mit diesen Ergebnissen war die Genossenschaft recht zufrieden. Zusammen mit der Gemeinde und anderen Anliegern wurde der Weg zur Alpe Beichelstein saniert.

Der Bilanzgewinn belief sich auf 326.000 Euro. Daraus – so beschloss die Versammlung – erhalten die 6.005 Mitglieder eine Dividende in Höhe von 5% auf ihre Geschäftsguthaben. Im Jahr 2017 verzeichnete die Bank einen Anstieg um 111 Mitglieder und hat damit die 6.000er Marke überschritten. Zu diesem freudigen Anlass ehrte Vorstand Georg Hummel das 6.000ste Mitglied, Herrn Andreas Grieser, und überreichte ihm ein kleines Geschenk.

Dank der Gewinnsparlose konnten im Jahr 2017 25.750 Euro für mildtätige und gemeinnützige Zwecke in der Region gespendet werden. Das Gewinnsparen verbindet sparen, helfen und gewinnen. Im letzten Jahr hatte ein Kunde großes Glück bei der Verlosung und durfte sich über einen nagelneuen BMW im Wert von über 50.000 Euro freuen.

Turnusgemäß sind die Aufsichtsräte Johann Gschwill, Georg Pertl und Franz Höbel aus dem Gremium ausgeschieden.

Vor den Wahlen, haben die Mitglieder mit ihrer Stimme an der Versammlung beschlossen, das Gremium von 10 auf 9 Personen zu verkleinern.

Johann Gschwill wurde erwartungsgemäß und einstimmig in seinem Amt bestätigt.

Die Aufsichtsräte Georg Pertl und Franz Höbel konnten aufgrund Regelungen in der Satzung aus Altersgründen nicht mehr wiedergewählt werden.

Als Nachfolger im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank stellte sich Andreas Wörz aus Lengenwang zur Wahl. Die Versammlung befürwortete dies einstimmig.

Regionaldirektor Werner Schartel berichtete über das „Raiffeisen-Jahr“ 2018: Der Gründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen feierte im März seinen 200. Geburtstag. Mit seinem Leitsatz zeigt er, was Genossenschaften ausmacht: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“ Jedes Mitglied ist Miteigentümer der Genossenschaft und lenkt die Geschicke demokratisch mit.

Unser Bild zeigt die Vorstände, GVB-Regionaldirektor Schartel und die Aufsichtsräte

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